Beliebte Babynamen

Beliebte Babynamen im deutschsprachigen Raum

Die Wahl des Vornamens ist eine der ersten und dauerhaftesten Entscheidungen als Elternteil. In Deutschland, Österreich, der Schweiz und Südtirol veröffentlichen offizielle Statistikbehörden jährlich die meistgewählten Vornamen – mit teils deutlichen regionalen Unterschieden.

Die folgenden Listen zeigen die populärsten Namen der letzten Jahre, mit Herkunft und Bedeutung. Ergänzt werden sie durch Hinweise zur Namenswahl bei den jeweiligen Standesämtern.

Beliebteste Mädchennamen 2024 – Deutschland

Mia führt die deutschen Ranglisten seit Jahren an. Emma, Emilia und Sophia sind Dauerfavoriten. Daneben wachsen neue Einträge wie Mathilda, Leni und Frieda, die einen leichten Retro-Trend widerspiegeln.

Quelle: Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS), Jahresrangliste Deutschland.

NameHerkunftBedeutung
MiaSkandinavisch / HebräischMein; Geliebte – Kurzform von Maria
EmmaGermanischDie Ganze, die Starke
EmiliaLateinischDie Eifrige, Fleißige
SophiaGriechischWeisheit
HannahHebräischGnade, Gunst Gottes
LenaGriechisch / HebräischDie Leuchtende; Kurzform von Helena
MilaSlawischAnmutig, lieblich
ClaraLateinischDie Helle, Klare; berühmt
LeaHebräischKlassischer biblischer Name
EllaGermanisch / HebräischFee; Kurzform von Elisabeth oder Eleonore
LinaArabisch / GermanischZart, weich; Kurzform von Angelina oder Karolina
LauraLateinischLorbeerkranz; Siegerin
MathildaGermanischDie im Kampf Mächtige
LeniGriechischDie Leuchtende; Kurzform von Helena
FriedaGermanischDie Friedliche
LuisaGermanisch (Französisch)Ruhmreiche Kämpferin
AnnaHebräischGnade; zeitloser Klassiker
MarieHebräischDie Geliebte; Meeres-Stern
CharlotteGermanisch (Französisch)Die Freie; weibliche Form von Karl
NoraIrisch / ArabischEhre; Licht

Beliebteste Jungennamen 2024 – Deutschland

Noah hat in den letzten Jahren Leon als meistgewählten Jungennamen abgelöst. Paul und Ben sind langjährige Top-5-Favoriten. Daneben zeigt sich ein wachsendes Interesse an klassisch-deutschen Namen wie Theodor, Friedrich und Heinrich.

Quelle: Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS), Jahresrangliste Deutschland.

NameHerkunftBedeutung
NoahHebräischRuhe, Trost
LeonGriechisch / LateinischLöwe; stark und mutig
PaulLateinischDer Kleine, Bescheidene
BenHebräischSohn; Kurzform von Benjamin
EliasHebräischMein Gott ist der Herr
FinnIrisch / NordischHell, fair
JonasHebräischTaube; Gottes Geschenk
LukasGriechisch / LateinischDer Leuchtende; Lichtbringer
FelixLateinischDer Glückliche, der Gesegnete
LucaItalienisch / LateinischLicht; beliebt in ganz Europa
MaximilianLateinischDer Größte; kaiserlicher Name
NiklasGriechischSieg des Volkes; deutsche Form von Nikolaus
JulianLateinischDem Julius zugehörig; jugendlich
MoritzLateinisch / MaurischAus Mauren stammend
DavidHebräischDer Geliebte
AlexanderGriechischBeschützer der Menschen
TheodorGriechischGeschenk Gottes; Retro-Klassiker im Aufwind
EmilLateinischDer Eifrige, Fleißige
AntonLateinischDer Unschätzbare; zeitloser Klassiker
JohannHebräischGott ist gnädig; Urform von Hans und Johannes

Beliebte Babynamen in Österreich

Österreich teilt viele Spitzennamen mit Deutschland, hat aber eigene regionale Favoriten. Besonders in Wien und Tirol sind teils andere Namen führend als im Bundesdurchschnitt. Maximilian, Marie und Alexander haben in Österreich traditionell eine stärkere Stellung als im übrigen deutschsprachigen Raum.

Quelle: Statistik Austria; städtische Meldeämter (Wien, Graz, Linz).

Mädchen – Österreich

Marie, Emma, Emilia, Lena, Laura, Anna, Sophie, Valentina, Leonie, Katharina.

Jungen – Österreich

Maximilian, David, Alexander, Paul, Noah, Lukas, Leon, Johannes, Jakob, Tobias.

Liechtenstein folgt in seinen Vornamenstendenzen eng Österreich; eigene Ranglisten werden nicht regelmäßig veröffentlicht.

Beliebte Babynamen in der Schweiz

Die Schweiz ist viersprachig, und das spiegelt sich in den Vornamensstatistiken wider. Die deutschsprachige Schweiz (Deutschschweiz) folgt weitgehend den DACH-Trends, die Romandie bevorzugt französisch klingende Namen, und das Tessin wählt häufig italienische Vornamen. Das Bundesamt für Statistik (BFS) veröffentlicht jährliche Ranglisten auf Bundesebene und nach Kanton.

Quelle: Bundesamt für Statistik (BFS), Schweiz.

Mädchen – Schweiz (Deutschschweiz)

Emma, Mia, Lena, Ella, Sofia, Mila, Lea, Anna, Laura, Lina.

Jungen – Schweiz (Deutschschweiz)

Noah, Luca, Leon, Matteo, David, Jonas, Simon, Elias, Lukas, Noel.

Besonderheiten der Schweiz

  • Matteo und Noel stehen in der Deutschschweiz weit höher als in Deutschland – ein Einfluss des nahen Tessins und der Romandie.
  • Simon hält sich in der Schweiz konstant in den Top 10, während der Name in Deutschland und Österreich weniger prominent ist.
  • Namenrecht: In der Schweiz gilt das Zivilgesetzbuch (ZGB). Vornamen müssen das Kindeswohl wahren und das Geschlecht des Kindes erkennbar machen. Zuständig ist das kantonale Zivilstandsamt; Auslegung kann kantonal leicht variieren.

Beliebte Babynamen in Südtirol

Südtirol (Autonome Provinz Bozen – Alto Adige) ist die einzige Region außerhalb der DACH-Länder mit Deutsch als gleichberechtigter Amtssprache. Die Bevölkerung ist zu ca. 69 % deutschsprachig, ca. 26 % italienischsprachig und ca. 4 % ladinischsprachig. Diese Mehrsprachigkeit macht die Vornamenslandschaft einzigartig: deutsche und italienische Namen stehen gleichwertig nebeneinander.

Quelle: ASTAT – Landesinstitut für Statistik der Provinz Bozen/Südtirol.

Mädchen – Südtirol

Emma, Sofia, Mia, Anna, Laura, Maria, Lena, Giulia, Sara, Lara.

Jungen – Südtirol

Lukas, Matteo, Noah, Luca, Alexander, David, Tobias, Simon, Jonas, Lorenzo.

Besonderheiten Südtirols

  • Matteo, Lorenzo und Giulia rangieren in den ASTAT-Listen auf Plätzen, die in Deutschland undenkbar wären – ein klares Zeichen des italienischen Einflusses.
  • Traditionelle ladinische Namen wie Rut, Ines oder Jon sind selten, aber regional identitätsstiftend.
  • Namenrecht: Südtiroler Eltern können Vornamen in Deutsch, Italienisch oder Ladinisch wählen. Zweisprachige Vornamen (z.B. Lukas/Luca) sind möglich und kommen häufig vor.

Klassiker mit Comeback

Altdeutsche und früh-20.-Jahrhundert-Namen erleben in ganz DACH eine Renaissance. Sie klingen frisch nach einer Generation der Pause und haben gleichzeitig ein solides historisches Fundament.

Mädchen: Mathilda, Frieda, Hedwig, Ida, Hilde, Berta, Walburga, Adelheid, Lieselotte, Rosalinde.
Jungen: Theodor, Friedrich, Heinrich, Wilhelm, Konrad, Gottfried, Herbert, Walther, Otto, Rudi.

Namen wie Otto, Emil und Ida haben in den letzten zehn Jahren stark zugelegt und sind heute in Kindergärten wieder häufig zu hören.

Kurze, klangvolle Namen – ein anhaltender Trend

Einsilbige oder zweisilbige Namen dominieren die aktuellen Rankings in allen deutschsprachigen Regionen. Mia, Lea, Ben, Finn, Leni, Luca, Nora – sie sind leicht auszusprechen, funktionieren international und altern gut. Kurze Namen lassen sich auch gut mit längeren Familiennamen kombinieren.

Worauf bei der Namenswahl in DACH und Südtirol achten

  • Standesamt / Zivilstandsamt: Deutschland, Österreich und die Schweiz prüfen Vornamen. Ein Name muss als Vorname erkennbar sein und darf das Kindeswohl nicht gefährden. In Südtirol ist das Standesamt der Gemeinde zuständig. Bei ungewöhnlichen Namen empfiehlt sich eine Vorabklärung.
  • Geschlechtserkennung (DE/AT): In Deutschland und Österreich soll ein Vorname das Geschlecht des Kindes erkennbar machen oder durch einen zweiten Namen ergänzt werden. Die Schweiz und Südtirol handhaben dies etwas flexibler.
  • Mehrsprachige Familien: Ein Name, der in zwei Sprachen gut klingt und geschrieben wird, ist ein dauerhafter Vorteil – besonders in der Schweiz und Südtirol.
  • Klang mit dem Nachnamen: Name laut aussprechen. Funktioniert die Betonung? Reimt sich etwas ungewollt?
  • Rufname bei mehreren Vornamen: Wer mehrere Vornamen plant, sollte festlegen, welcher als Rufname gelten soll – das beeinflusst den Alltag und kann behördlich eingetragen werden.
  • Initialen: Anfangsbuchstaben aller Namen zusammen prüfen – keine ungewollten Abkürzungen.

Wo offizielle Vornamensstatistiken zu finden sind

  • Deutschland: Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) – jährliche Rangliste, veröffentlicht im Januar
  • Österreich: Statistik Austria; zusätzlich städtische Meldeämter (Wien, Graz, Linz) mit Bundesland-Auswertungen
  • Schweiz: Bundesamt für Statistik (BFS) – jährliche Ranglisten auf Bundes- und Kantonsebene
  • Südtirol: ASTAT – Landesinstitut für Statistik der Autonomen Provinz Bozen

Häufige Fragen zu Babynamen

Was sind die beliebtesten Babynamen in Deutschland 2024?

Laut Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) waren die beliebtesten Vornamen in Deutschland 2024 bei Mädchen Mia, Emma, Emilia, Sophia und Hannah; bei Jungen Noah, Leon, Paul, Ben und Elias. Die genauen Ranglisten werden jedes Jahr im Januar für das Vorjahr veröffentlicht.

Welche Babynamen sind in Österreich am beliebtesten?

In Österreich führen Statistik Austria und einzelne Bundesländer Vornamensstatistiken. Beliebte Mädchennamen 2023–2024 waren Marie, Emma, Emilia, Lena und Laura. Bei Jungen führten Maximilian, David, Alexander, Paul und Noah. Regionaler Einfluss (z.B. Wien vs. ländliche Bundesländer) kann die Ranglisten verschieben.

Welche Vornamen sind in der Schweiz besonders beliebt?

Das Bundesamt für Statistik (BFS) veröffentlicht jährlich die beliebtesten Vornamen nach Kanton. Schweizweit führen bei Mädchen Emma, Mia, Lena, Ella und Sofia; bei Jungen Noah, Luca, Leon, Matteo und David. Die Romandie und das Tessin zeigen dabei deutlich mehr französische bzw. italienische Einflüsse.

Gibt es Vornamen, die in Deutschland verboten sind?

Ja. Standesämter in Deutschland prüfen Vornamen und können sie ablehnen wenn sie das Kindeswohl gefährden, keine Vornamen-Qualität haben oder als Familiennamen gelten. Beispiele abgelehnter Namen: Matti (allein), Satan, Stacheldraht. Doppelnamen sind erlaubt; die Anzahl ist jedoch begrenzt (in der Regel max. 5).

Gibt es Unterschiede zwischen den Vornamenstrends in DACH und Südtirol?

Ja. Südtirol (Autonome Provinz Bozen) verbindet deutsche und italienische Namenskultur einzigartig. Namen wie Matteo, Luca, Sofia und Lorenzo stehen neben Lukas, Emma und Hannah gleichberechtigt in den ASTAT-Ranglisten. In der Schweiz zeigen die Kantone je nach Sprachregion (Deutsch, Französisch, Italienisch) sehr unterschiedliche Trends.


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Beliebte Babynamen

Die beliebtesten Babynamen für Mädchen und Jungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz – mit Bedeutung und Herkunft.

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