In der 7. SSW ist der Embryo etwa 7–10 mm lang – ungefähr die Größe einer Heidelbeere. Die Entwicklung schreitet täglich voran: Gesichtsanlagen, Arm- und Beinknospen sowie frühe Organstrukturen formen sich. Gleichzeitig sind Übelkeit und Erschöpfung für viele Frauen in dieser Woche besonders intensiv.
Per Transvaginalultraschall ist in der 7. SSW typischerweise ein messbarer Herzschlag sichtbar. Falls kein Herzschlag darstellbar ist, empfiehlt sich ein Kontrollultraschall nach 7–10 Tagen, bevor Schlussfolgerungen gezogen werden – Terminungenauigkeiten bei Eisprung und Einnistung sind häufig.
Die 7. SSW folgt auf die 6. SSW mit dem ersten Herzschlag und gehört zum ersten Trimester. Weiter zur 8. SSW, in der der erste offizielle Vorsorge-Ultraschall und die Ausstellung des Mutterpasses anstehen.
Der Kopf des Embryos ist im Verhältnis zum Körper noch sehr groß – das Gehirn entwickelt sich mit enormer Geschwindigkeit. Frühe Gesichtsmerkmale entstehen: Augenhöhlen, Nasenanlage und Mundöffnung werden erkennbar. Arm- und Beinknospen differenzieren sich, erste Finger- und Zehenanlagen entstehen. Herz, Nieren, Leber, Lunge und Bauchspeicheldrüse entwickeln sich weiter. Der Herzschlag liegt bei ca. 120–160 Schlägen pro Minute.
Typische Symptome in der 7. SSW: Übelkeit und Erbrechen (zu jeder Tages- und Nachtzeit), extreme Müdigkeit, Brustspannen, empfindlichere und dunklere Brustwarzen, Geruchsüberempfindlichkeit, Lebensmittelabneigungen (selten auch -gelüste), vermehrter Speichelfluss (Ptyalismus gravidarum), Blähungen und häufiger Harndrang.
Die Schwangerschaft ist äußerlich noch kaum sichtbar, aber innen läuft Hochbetrieb. Kleine, häufige Mahlzeiten, ausreichend Trinken und Ruhe helfen gegen Übelkeit und Erschöpfung. Wenn Sie nichts bei sich behalten können: sofort Ärztin oder Hebamme kontaktieren – Dehydratation in der Schwangerschaft muss behandelt werden.
Leichtes Schmieren kann in der Frühschwangerschaft vorkommen. Sofort zum Arzt bei: starken Blutungen, heftigen einseitigen Unterleibsschmerzen, Schulterschmerzen, Schwindel, Ohnmacht oder Fieber über 38 °C.
Scheitel-Steiß-Länge (SSL) ist das Maß des Embryos vom Kopfscheitel bis zum Steiß im Ultraschall. Sie dient zur Terminkorrektur im ersten Trimester und ist präziser als die Berechnung nach der letzten Periode.
Ptyalismus gravidarum bezeichnet übermäßigen Speichelfluss in der Schwangerschaft – ein häufiges, unangenehmes, aber harmloses Symptom, das meist im zweiten Trimester nachlässt.
Mutterschutzgesetz (MuSchG) ist das deutsche Gesetz zum Schutz schwangerer und stillender Frauen am Arbeitsplatz. Es regelt Beschäftigungsverbote, Arbeitszeiten und Kündigungsschutz.
Per Transvaginalultraschall ist in der 7. SSW typischerweise ein Embryo mit messbarem Herzschlag (ca. 100–160 Schläge/Minute) sichtbar. Die Scheitel-Steiß-Länge (SSL) beträgt ca. 7–10 mm. Arm- und Beinknospen sowie die frühe Kopfanlage sind erkennbar. Ist kein Herzschlag darstellbar, wird üblicherweise ein Kontrollultraschall nach 7–10 Tagen empfohlen, bevor Schlussfolgerungen gezogen werden.
Extreme Müdigkeit in der Frühschwangerschaft ist hormonell bedingt: Progesteron wirkt sedierend, der Grundumsatz steigt, das Blutvolumen beginnt zuzunehmen und der Körper baut gerade Plazenta und Embryo auf. Bis zur 12.–14. SSW bessert sich die Erschöpfung meist deutlich. Tipps: früh schlafen, kurze Mittagspausen einlegen, keine Schuldgefühle wegen reduzierter Leistung.
In einer komplikationslosen Schwangerschaft ist Fliegen in der Frühschwangerschaft medizinisch unbedenklich. Wichtig: Ausreichend Flüssigkeit trinken, alle 1–2 Stunden aufstehen und bewegen (Thromboseprophylaxe), Kompressionsstrümpfe bei längeren Flügen. Bei Risikoschwangerschaften, Blutungen oder starker Übelkeit vorher ärztlichen Rat einholen. Die meisten Fluggesellschaften verlangen ab der 36. SSW ein ärztliches Attest.
In Deutschland, Österreich und der Schweiz sind Sie gesetzlich verpflichtet, Ihren Arbeitgeber zu informieren, wenn Sie in einer gefährdenden Tätigkeit arbeiten (Mutterschutzgesetz DE, Mutterschutzgesetz AT, ArGV 1 CH). In Deutschland gilt das Mutterschutzgesetz (MuSchG) und der Arbeitgeber muss eine Gefährdungsbeurteilung durchführen. Viele Frauen informieren den Arbeitgeber nach dem ersten Ultraschall (8.–10. SSW), wenn die Schwangerschaft stabiler ist.
Nicht alle Kräutertees sind in der Schwangerschaft unbedenklich. Sicher in Maßen: Ingwertee (gegen Übelkeit), Fencheltee, Kamillenblütentee. Zu meiden: Pfefferminztee in großen Mengen (wehenfördernde Wirkung diskutiert), Salbeitee, Brennnesseltee, Himbeerblättertee (nur am Termin nach Rücksprache), Lakritzwurzel (Glycyrrhizin), Grüntee und schwarzer Tee (Koffein). Im Zweifel Ärztin oder Apotheke fragen.