In der 33. SSW sind Sie im dritten Trimester. Die 33. SSW folgt auf die 32. SSW; weiter geht es mit der 34. SSW.
Der Fötus wiegt jetzt etwa 2 000 g und ist rund 43 cm lang. Die Schädelknochen sind noch nicht vollständig verknöchert – die Fontanellen (weiche Stellen vorne und hinten am Kopf) ermöglichen es dem Schädel, sich während der Geburt durch den Geburtskanal zu formen. Das Baby nimmt täglich ca. 200–250 g zu. Lanugo verschwindet weiter, Unterhautfett gibt dem Gesicht seine runden Konturen.
Der dritte Routine-Ultraschall (J2, 29.–32. SSW) sollte nun abgeschlossen sein – falls nicht, jetzt unbedingt nachholen.
Viele Frauen berichten in dieser Phase vom Nistinstinkt: einem starken, oft plötzlichen Drang, die Wohnung zu reinigen, einzurichten und alles für das Baby vorzubereiten. Das ist normal und kann positiv genutzt werden – aber schwere Gegenstände nicht schleppen, nicht auf Leitern klettern, Hilfe holen.
Kolostrum kann jetzt häufiger aus den Brüsten austreten – Stilleinlagen helfen. Intensive Brustmassage oder absichtliches Abdrücken vor der 36. SSW ist nicht empfohlen, da Oxytozin-Ausschüttung Wehen auslösen kann. Der Bauch kann sich eng und schwer anfühlen; die Haut juckt durch Dehnung – neutrale Feuchtigkeitslotion oder Mandelöl lindert.
Fontanellen sind bindegewebige, noch nicht verknöcherte Stellen am kindlichen Schädel. Die große (vordere) Fontanelle schließt sich bis zum 18. Lebensmonat; die kleine (hintere) innerhalb weniger Wochen nach der Geburt. Sie ermöglichen die Verformung des Schädels unter der Geburt (Deflexion/Konfiguration) und den weiteren Hirnwachstumsraum nach der Geburt.
Nistinstinkt (Nesting) ist ein evolutionär erklärtes Verhaltensmuster: ein starker Drang zur Vorbereitung des Wohnumfelds für das Neugeborene. Er tritt häufig in Schüben im dritten Trimester auf. Keine bekannte hormonelle Ursache wurde eindeutig identifiziert; er wird als psychologische Geburtsvorbereitungsphase verstanden.
Antenatales Kolostrum-Abdrücken ist das absichtliche Gewinnen und Einfrieren von Kolostrum vor der Geburt, ab ca. der 36.–37. SSW. Es wird bei Diabetikerinnen, geplantem Kaiserschnitt und anderen medizinischen Indikationen empfohlen, um dem Neugeborenen direkt nach der Geburt eigenes Kolostrum geben zu können – nur auf ärztlichen Rat.
Der dritte Routine-Ultraschall (J2, auch als 3. Screeningultraschall bezeichnet) findet im deutschen Mutterpass zwischen der 29. und 32. SSW statt. Er beurteilt erneut fetale Biometrie (Wachstum), Kindslage, Plazentaposition und -reife, Fruchtwassermenge sowie die Herzaktion. Abweichungen vom Wachstumskurs werden sichtbar. In Österreich ist eine Ultraschalluntersuchung zwischen der 30. und 34. SSW im Mutter-Kind-Pass vorgesehen. In der Schweiz wird ein Ultraschall im dritten Trimester individuell empfohlen.
Fontanellen sind die weichen, noch nicht vollständig verknocherten Stellen am kindlichen Schädel - vor allem die grosse Fontanelle (vorne) und die kleine Fontanelle (hinten). Sie ermoglichen es dem Schädel, sich während der Geburt durch den Geburtskanal zusammenzuschieben (Konfiguration). Nach der Geburt schliessen sie sich: die kleine Fontanelle innerhalb weniger Wochen bis Monate, die grosse bis zum 18. Lebensmonat. Vorstehende oder sehr eingesunkene Fontanellen nach der Geburt können auf erhöhten Hirndruck oder Dehydratation hinweisen.
Der Nistinstinkt (Nesting) ist ein häufig berichtetes Phänomen: ein plötzlicher starker Drang, die Wohnung zu reinigen, zu organisieren und für das Baby vorzubereiten. Er tritt typischerweise im dritten Trimester auf, oft in Schüben. Er ist normal und kann positiv kanalisiert werden - die Wohnung babyproofing, Babyzimmer einrichten, Kliniktasche packen. Wichtig: schwere Gegenstande nicht schleppen, keine Kletterei auf Leitern, Hilfe holen.
Ja, ab ca. der 28.-33. SSW kann Kolostrum verstärkt aus den Brustwarzen austreten. Das ist vollkommen normal und ein Zeichen, dass der Körper sich auf das Stillen vorbereitet. Keine Stimulation oder Massage nötig - im Gegenteil: intensive Brust- und Brustwarzenmassage kann Wehen auslösen (Oxytocin-Ausschüttung). Stilleinlagen ins BH legen. Das antenatale Abpumpen von Kolostrum (ab der 36.-37. SSW) ist nur auf ausdrücklichen ärztlichen Rat empfohlen - z. B. bei Diabetes oder geplanter Frühgeburt.
Im dritten Trimester ist regelmassiges Beckenbodentraining weiterhin sinnvoll und sicher. Geeignet: sanfte Anspannungs- und Entspannungsübungen (Kegel-Übungen), Atemtechniken, Yoga für Schwangere. Intensive, pressende Übungen (schwere Gewichte, Crunches) vermeiden. Wichtig: AUCH das LOSLASSEN trainieren - die Fähigkeit, den Beckenboden vollständig zu entspannen, ist für die Geburt mindestens so wichtig wie die Anspannung. Vor der Geburt: Perinealmasage ab der 34. SSW (3-4x/Woche, 5-10 Minuten) reduziert nachweislich das Dammschnitt-Risiko.