Die Kliniktasche sollte spätestens ab der 36. SSW vollständig gepackt und griffbereit stehen – nicht im Schrank. Bei einer Geburt in der Nacht oder bei plötzlichem Wehenbeginn möchten Sie nicht nach Mutterpass, Handylader und Babysachen suchen. Ab der 34. SSW anfangen, schrittweise zu packen.
Diese Liste orientiert sich an den Gegebenheiten in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Gleichen Sie sie mit der Liste Ihrer Geburtsklinik oder Hebamme ab – manche Häuser stellen Windeln und Wochenbettmaterial; andere nicht. Wie lange Sie in der Klinik bleiben (vaginal: 2–4 Tage, Kaiserschnitt: 4–6 Tage), beeinflusst den Umfang.
Zur Vorbereitung auf die letzten Wochen lesen Sie auch die Seiten zur 38. SSW, 39. SSW und 40. SSW sowie den Überblick zur Geburt.
Halten Sie die Tasche kompakt. Nicht nötig: großer Koffer mit vielen Babysachen (Babys wachsen schnell aus Gr. 50), volle Packungen Windeln, umfangreiche Kosmetik, schwere Bücher, mehrere Kissen oder alle Neugeborenenutensilien auf einmal. Was fehlt, kann die Begleitperson nachbringen – wenn Sie in Klinikanähe wohnen.
Nehmen Sie keine Medikamente, Nahrungsergänzungsmittel oder Wehenmittel ohne Absprache mit Ihrer Hebamme oder Ärztin mit.
Mutterpass ist das deutsche Schwangerschafts-Dokument mit allen Vorsorgebefunden, Ultraschallbildern, Blutgruppe und Risikofaktoren. In Österreich heißt er Mutter-Kind-Pass, in der Schweiz gibt es kein einheitliches Heft. Ohne Mutterpass / Mutter-Kind-Pass ist die Klinikaufnahme umständlicher.
Wochenbettvorlagen sind hochsaugende Einlagen für den Wochenfluss (Lochia) in den Wochen nach der Geburt. Tampons sind postpartal kontraindiziert – sie behindern den Abfluss und erhöhen das Infektionsrisiko.
Autositz (i-Size / ECE R129) ist der aktuelle Sicherheitsstandard für Kindersitze in Europa. Ein rückwärts gerichteter Neugeborenen-Sitz ist bis mindestens 15 Monate vorgeschrieben und bis ca. 85 cm Körpergröße sicherer als ein vorwärts gerichteter Sitz.
Idealerweise ab der 34.-36. SSW – speatestens vollständig gepackt ab der 36. SSW. Bei Risikoschwangerschaften oder bekannter Fruhgeburtsgefahr frühzeitiger. Die Tasche sollte griffbereit stehen – nicht im Schrank. Ab der 37. SSW: Tasche in der Nähe der Haust uer oder im Auto, damit auch beim plötzlichen Aufbruch in der Nacht nichts vergessen wird.
Absolut unverzichtbar: Mutterpass (DE) / Mutter-Kind-Pass (AT) / Schwangerschaftsnachweis (CH) – ohne ihn gibt es keine reibungslose Aufnahme. Krankenversicherungskarte (DE/AT) bzw. Krankenkassenkarte (CH). Personalausweis. Handylader. Alles andere kann nachgebracht werden – der Mutterpass nicht.
Ja – der Autositz sollte nicht gebraucht oder geliehen sein, ausser Sie kennen die vollständige Geschichte des Sitzes (keine Unfälle, korrekte Lagerung, innerhalb der Haltbarkeit). Autositze können bei Unfällen unsichtbare Schäden davontragen. Ein neuer rückwärts gerichteter Neugeborenen-Sitz (Gr. 0+ oder i-Size bis 75-83 cm) ist die sicherste Option. Den Sitz vor der Geburt im Auto montieren und die Montage prüfen lassen (ADAC-Stationen, Autohaus).
Für Sie: Wochenbettvorlagen (keine Tampons!), Stilleinlagen, Still-BHs, bequeme Knöpf-Schlafkleidung, Sitzkissen bei Nähten, Peribottle oder Handbrause für die Dammpflege, Ibuprofen und Paracetamol. Für das Baby: Erstlingskleidung Gr. 50-56, Einmalwindeln (Gr. 1-2), parfümfreie Feuchttücher, Schlafsack Gr. 50/56, sicherer Schlafplatz (feste Matratze, kein Kissen, keine Decken im Bett). Mahlzeiten vorbereiten oder einfrieren, sodass die ersten Tage ohne Kochen möglich sind.
Ausweis (in manchen Kliniken für den Einlass notwendig); Handy und Lader; Snacks und Getränke (Kreissaale haben nicht immer rund um die Uhr Küche); Wechselkleidung und Körperpflege für eine mögliche Übernachtung; eigene Medikamente; Kissen (Kreissaalhocker sind unbequem). Optional: Kamera, Musik, Ablenkung für die frühe Geburtsphase.