In der 16. SSW sind Sie im zweiten Trimester – oft beschrieben als etwa vier Monate schwanger. Die 16. SSW folgt auf die 15. SSW; weiter geht es mit der 17. SSW.
Der Fötus ist jetzt etwa 12–16 cm groß und wiegt ca. 80–100 g. Bewegungen werden koordinierter: Arm- und Beinbewegungen, Schluckbewegungen, Daumenlutschen und Kopfdrehen sind im Ultraschall sichtbar. Erste feine Fingernägel entstehen. Viele Mehrgebärende spüren in dieser Woche zum ersten Mal zarte Kindsbewegungen – das sogenannte Erstgespür oder Quickening.
Falls der Organultraschall (Feinultraschall, J1) noch nicht geplant ist: Jetzt Termin anfragen. Er findet üblicherweise zwischen der 19. und 22. SSW statt – bei spezialisierten Pränataldiagnostikern können Wartezeiten mehrere Wochen betragen.
Erste Kindsbewegungen können sich jetzt ankündigen – als zartes Kribbeln, Flattern oder Blubbern, kaum zu unterscheiden von Darmgeräuschen. Erstgebärende bemerken sie typischerweise erst zwischen der 18. und 22. SSW. Keine Sorge, wenn noch nichts zu spüren ist.
Die Gebärmutter wächst und steigt im Becken höher. Rundbanschmerzen, Ziehen oder kurze stechende Schmerzen an den Seiten des Unterbauchs beim Aufstehen oder Niesen sind häufig und harmlos. Bei starken, anhaltenden oder einseitigen Schmerzen mit Blutung sofort Ärztin oder Hebamme kontaktieren.
Progesteron entspannt glatte Muskulatur und Gefäßwände – das kann zu Verstopfung, Sodbrennen und Kreislaufproblemen führen. Beim schnellen Aufstehen langsam bewegen, ausreichend trinken und ballaststoffreich essen.
Quickening (Erstgespür) bezeichnet die ersten vom Mutter spürbaren Kindsbewegungen. Erstgebärende bemerken sie typischerweise zwischen der 18. und 22. SSW, Mehrgebärende oft ab der 16. SSW.
Fundusstand ist der Abstand vom Schambein bis zur Gebärmutteroberkante in Zentimetern. Ab ca. der 20. SSW entspricht er ungefähr der Schwangerschaftswoche und wird bei jeder Vorsorge gemessen.
Organultraschall (J1) ist der zweite Routine-Ultraschall im Mutterpass (Deutschland), durchgeführt zwischen der 19. und 22. SSW. Er prüft systematisch alle Organe des Fötus, Plazentaposition und Fruchtwassermenge.
Erste Kindsbewegungen (Quickening, Erstgespür) werden oft beschrieben als: zartes Kribbeln, Flattern wie Schmetterlinge im Bauch, Blubbern wie Gasblasen, leichtes Pochen oder ein kaum wahrnehmbares Tippen. Sie sind zunächst sehr unregelmäßig und schwer von Darmbewegungen zu unterscheiden. Erstgebärende bemerken sie typischerweise zwischen der 18. und 22. SSW; Mehrgebärende oft früher, ab ca. 16. SSW, weil sie die Empfindung kennen.
Erfahrene Ultraschalluntersucherinnen können das äußere Geschlecht ab ca. 16.–18. SSW erkennen, sofern das Baby in einer günstigen Position liegt. Zuverlässig und standardmäßig wird das Geschlecht beim Organultraschall zwischen der 19. und 22. SSW bestimmt. Der NIPT kann das genetische Geschlecht (XX/XY) bereits ab der 10. SSW aus dem Mutterblut bestimmen. In Deutschland und Österreich bestehen keine gesetzlichen Verbote zur Geschlechtsmitteilung nach der 12. SSW.
Der Fundusstand ist der Abstand vom Schambein bis zur Gebärmutteroberkante (Fundus uteri) in Zentimetern. Er entspricht ab ca. der 20. SSW ungefähr der Schwangerschaftswoche (±2 cm). Er wird bei jeder Vorsorge-Untersuchung gemessen und gibt Hinweise auf das fetale Wachstum. Ein deutlich zu kleiner Fundusstand kann auf eine Wachstumsverzögerung (IUGR) hinweisen, ein zu großer auf Mehrlingsschwangerschaft, Polyhydramnion oder einen großen Fötus.
Schwangerschaftsbedingter Schwindel entsteht hauptsächlich durch zwei Mechanismen: 1) Orthostatische Hypotonie – beim schnellen Aufstehen fällt der Blutdruck kurz ab, weil das erweiterte Gefäßsystem langsamer reagiert. 2) Liegend auf dem Rücken kann die wachsende Gebärmutter die untere Hohlvene (V. cava inferior) komprimieren und die Rückkehr von Blut zum Herzen behindern. Hilfe: langsam aufstehen, ausreichend trinken, Rückenlage ab dem 2. Trimester vermeiden.
Die empfohlene Gewichtszunahme im zweiten Trimester beträgt ca. 0,3–0,5 kg pro Woche (insgesamt ca. 5–7 kg im zweiten Trimester). Die Gesamtzunahme hängt vom Ausgangs-BMI ab: Bei Normalgewicht (BMI 18,5–24,9) wird eine Gesamtzunahme von 11,5–16 kg empfohlen; bei Untergewicht mehr, bei Übergewicht weniger. Nutzen Sie den Gewichtszunahme-Rechner auf dieser Website für eine individuelle Einschätzung nach IOM-Leitlinien.