In der 1. SSW (Schwangerschaftswoche) sind Sie noch nicht schwanger – und das ist völlig normal. Die Zählung der Schwangerschaftswochen beginnt per medizinischer Konvention mit dem ersten Tag Ihrer letzten Regelblutung (LMP – Last Menstrual Period). Das bedeutet: Die 1. SSW entspricht der Woche Ihrer Menstruation, Eisprung und Befruchtung finden erst später statt.
Diese Zählweise hat einen praktischen Grund: Der genaue Zeitpunkt des Eisprungs und der Empfängnis ist selten sicher bekannt, der erste Tag der Periode hingegen fast immer. Ärztinnen, Hebammen und Schwangerschaftsrechner in Deutschland, Österreich und der Schweiz nutzen diesen Ausgangspunkt einheitlich für die Berechnung des errechneten Geburtstermins (ET) – 40 Wochen (280 Tage) nach dem ersten Periodentag.
Die 1. SSW gehört zum ersten Trimester. Lesen Sie weiter über die 2. SSW, in der der Eisprung und die fruchtbaren Tage im Mittelpunkt stehen. Berechnen Sie Ihren Geburtstermin mit unserem Schwangerschaftsrechner oder ermitteln Sie Ihre fruchtbaren Tage mit dem Eisprungrechner.
In der 1. SSW findet die Menstruationsblutung statt. Der Körper stößt die aufgebaute Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) des Vormonats ab. Gleichzeitig beginnen die Eierstöcke unter dem Einfluss von FSH (follikelstimulierendes Hormon) neue Follikel heranzureifen – einer davon wird in der Regel in der 2. SSW zum dominanten Follikel, aus dem die Eizelle freigesetzt wird.
Die Symptome in der 1. SSW sind Regelschmerzen, kein Schwangerschaftszeichen: Unterleibskrämpfe, Rückenschmerzen, Brustspannen, Müdigkeit, Stimmungsschwankungen und Blähungen. Bei ungewöhnlich starker Blutung, sehr starken Schmerzen oder Schwindelgefühl sollte eine Ärztin oder ein Arzt aufgesucht werden.
SSW steht für Schwangerschaftswoche. Die Angabe erfolgt üblicherweise als vollendete Wochen, z. B. “8+3 SSW” = 8 vollendete Wochen und 3 Tage.
LMP (Last Menstrual Period) bezeichnet den ersten Tag der letzten Regelblutung – der medizinische Ausgangspunkt für die Berechnung des Geburtstermins.
Folsäure ist ein B-Vitamin (Vitamin B9), das für die Zellteilung und die Schließung des Neuralrohrs in der Frühschwangerschaft unverzichtbar ist.
ET (errechneter Termin) ist der berechnete Geburtstermin, 40 Wochen nach dem ersten Periodentag. Er ist ein Schätzwert – nur etwa 5 % der Babys kommen genau am ET zur Welt.
Die Zählung der Schwangerschaftswochen (SSW) beginnt per Konvention mit dem ersten Tag der letzten Regelblutung (LMP – Last Menstrual Period). Da der genaue Eisprung- und Empfängnistag meist unbekannt ist, nutzen Ärztinnen, Hebammen und Schwangerschaftsrechner diesen fixen Ausgangspunkt. Das bedeutet: In der 1. und 2. SSW findet die eigentliche Befruchtung noch gar nicht statt.
Beginnen Sie (falls noch nicht geschehen) mit der Einnahme von Folsäure (400–800 µg täglich). In Deutschland, Österreich und der Schweiz empfehlen die medizinischen Fachgesellschaften Folsäure mindestens 4 Wochen vor der geplanten Empfängnis bis zum Ende der 12. SSW, um das Risiko von Neuralrohrdefekten (z. B. Spina bifida) zu senken. Verzichten Sie auf Alkohol und Nikotin, überprüfen Sie Ihre Medikamente mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Der errechnete Termin (ET) liegt 40 Wochen (280 Tage) nach dem ersten Tag der letzten Regelblutung. Die klassische Formel (Nägele-Regel): Erster Tag der letzten Periode + 1 Jahr − 3 Monate + 7 Tage. Genauer ist die Berechnung mit unserem Schwangerschaftsrechner, der auch abweichende Zykluslängen berücksichtigt.
In der 1. SSW findet die Menstruationsblutung statt. Typische Beschwerden sind Unterleibskrämpfe, Rückenschmerzen, Brustspannen, Müdigkeit, Stimmungsschwankungen und Blähungen – also normale Regelschmerzen. Typische Schwangerschaftssymptome wie Übelkeit entstehen erst nach der Einnistung, frühestens ab der 4.–5. SSW.
Ein Präkonzeptionscheck (Beratungsgespräch vor der Schwangerschaft) ist bei folgenden Situationen besonders empfehlenswert: Vorerkrankungen wie Diabetes, Schilddrüsenerkrankungen, Epilepsie, Bluthochdruck oder psychische Erkrankungen; Einnahme von Dauermedikamenten; Fehlgeburten in der Vorgeschichte; unerfüllter Kinderwunsch über mehr als 12 Monate (unter 35 Jahren) bzw. 6 Monate (über 35 Jahren).