In der 25. SSW sind Sie im zweiten Trimester. Die 25. SSW folgt auf die 24. SSW; weiter geht es mit der 26. SSW.
Der Fötus wiegt jetzt etwa 660 g und ist rund 34 cm lang. Ein wichtiger Meilenstein: Die Lungen beginnen mit der Produktion von Surfactant – der Substanz, die beim ersten Atemzug nach der Geburt verhindert, dass die Lungenbläschen kollabieren. Fingerabdrücke sind vollständig ausgebildet. Das Gehirn wächst schnell, die Gehirnwindungen (Gyri) entwickeln sich.
Falls der oGTT aus der 24. SSW ein auffälliges Ergebnis hatte: Jetzt sollten Ernährungsberatung und Blutzucker-Selbstkontrolle bereits begonnen haben. Ein gut eingestellter Gestationsdiabetes reduziert die Risiken erheblich.
Symphysenschmerzen (Beckenringlockerung) werden für viele Frauen in dieser Phase deutlicher – ziehende oder stechende Schmerzen im Schambereich, in der Leiste oder am Steißbein, besonders beim Treppensteigen, beim Umdrehen im Bett oder beim Aufstehen. Das Schwangerschaftshormon Relaxin lockert gezielt Beckenbänder und -gelenke zur Geburtsvorbreitung.
Kribbeln und Taubheitsgefühl in Händen und Fingern – besonders nachts – ist typisch für das Karpaltunnelsyndrom der Schwangerschaft: Wassereinlagerungen im Karpaltunnel komprimieren den Nervus medianus. Eine Handgelenksschiene für die Nacht schafft oft deutliche Erleichterung. Außerdem häufig: Rhinitis gravidarum (Schwangerschaftsschnupfen) durch hormonell bedingte Schleimhautschwellung, ohne Infektion.
Surfactant ist ein Gemisch aus Phospholipiden und Proteinen, das die Innenfläche der Lungenbläschen (Alveolen) auskleidet und deren Kollaps beim Ausatmen verhindert. Frühgeborene vor der 34. SSW haben oft zu wenig Surfactant – ein Atemnotsyndrom (RDS) kann die Folge sein. Bei drohender Frühgeburt werden Kortikosteroide (Betamethason) zur Lungenreifung gegeben.
Symphysenlockerung (PGP/SPD) bezeichnet Schmerzen im Bereich der Schambeinfuge (Symphyse) und des Beckenrings durch Relaxin-bedingte Bänderlaxität. Sie ist eine der häufigsten muskuloskelettalen Beschwerden in der Schwangerschaft und bildet sich meist nach der Geburt zurück.
Karpaltunnelsyndrom entsteht durch Kompression des Nervus medianus im Karpaltunnel am Handgelenk. In der Schwangerschaft wird es durch Ödembildung verursacht. Symptome: Kribbeln, Taubheit und Schmerzen in Daumen, Zeige-, Mittel- und Ringfinger, besonders nachts. Bildet sich postpartal fast immer zurück.
Rhinitis gravidarum ist ein durch Schwangerschaftshormone verursachter Schnupfen ohne infektiösen Auslöser. Östrogen bewirkt eine Schleimhautschwellung und erhöhte Sekretproduktion in der Nasenschleimhaut. Tritt bei ca. 20–30 % der Schwangeren auf.
Surfactant ist ein Gemisch aus Phospholipiden und Proteinen, das die Lungenblaschen (Alveolen) des Fetus auskleidet und verhindert, dass sie nach dem Ausatmen kollabieren. Ab ca. der 24.-26. SSW beginnen die Lungen mit der Produktion. Bei Fruhgeborenen vor der 34. SSW ist Surfactant oft nicht ausreichend vorhanden - was zu einem Atemnotsyndrom (Respiratory Distress Syndrome, RDS) führen kann. In Perinatalzentren wird bei drohendem Frühgeborenen Betamethason zur Lungenreifung gegeben - das beschleunigt die Surfactant-Produktion.
Symphysenschmerzen (Symphyseninstabilität, Beckenringlockerung, PGP) entstehen durch das Schwangerschaftshormon Relaxin und den zunehmenden Druck. Tipps: Kleine Schritte gehen; beim Treppensteigen nachziehen; beim Ein- und Aussteigen aus dem Auto erst beide Beine zusammen bewegen; beim Umdrehen im Bett Knie zusammenpressen; Schwangerschaftsgürtel oder Beckengürtel tragen. Physiotherapie (Beckenbodentraining, ISG-Behandlung) hilft vielen Frauen erheblich. Bei starken Beschwerden Hebamme oder Orthopadin aufsuchen.
Kribbeln, Taubheitsgefühl oder Schmerzen in Händen und Fingern (besonders nachts oder morgens) sind typische Zeichen eines Karpaltunnelsyndroms in der Schwangerschaft. Ursache: Wassereinlagerungen im Karpaltunnel komprimieren den Nervus medianus. Betrifft bis zu 60 % der Schwangeren. Massnahmen: Handgelenksschiene nachts; Hände schütteln und hochhalten; Computertastatur ergonomisch positionieren. Bildet sich nach der Geburt meist spontan zurück. Selten ist eine Kortisoninjektion nötig.
Rhinitis gravidarum (Schwangerschaftsschnupfen) betrifft ca. 20-30 % aller Schwangeren. Östrogen und Progesteron fördern die Schwellung der Nasenschleimhaut und erhöhen die Sekretproduktion - ohne infektiösen Auslöser. Massnahmen: Salzwassersprays (konservierungsmittelfrei), Schlafposition leicht erhöhen, Nasenspülungen, Raumluftbefeuchtung. Vasokonstriktorische Nasensprays (z. B. Xylometazolin) so kurz wie möglich und nur nach Rücksprache. Rhinitis gravidarum verschwindet nach der Geburt.
Ja, dringend - je früher, desto besser. In DACH besteht ein gesetzlicher Anspruch auf Hebammenhilfe rund um die Geburt und in der Wöchnerinnenzeit (in Deutschland bis 12 Wochen postpartal, finanziert von der GKV). Freiberufliche Nachsorge-Hebammen sind in Städten oft Monate im Voraus ausgebucht. Fragen Sie die betreuende Hebamme, Frauenarztpraxis oder online-Plattformen wie hebamme.de. Alternativ: Geburtskliniken haben hauseigene Hebammen für die Wochenbettpflege.